Muss ich für das eingesammelte Geld Steuern zahlen?

Auf die Gesamtsumme des eingesammelten Geldes können Steuern anfallen. Wie hoch diese sind, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. wird das Geld über ein Unternehmen gesammelt, für den ideellen Bereich bei gemeinnützigen Vereinen, Wohnsitz des Unternehmens/Privatperson, Steuerstatus und viele mehr. Nachfolgend finden sich Erfahrungswerte zur steuerlichen Betrachtung. fairplaid übernimmt für die hier dargestellten Erfahrungen keinerlei Haftung. Wir bitten alle Starter sich stets von einem Steuerberater beraten zu lassen. Kleinunternehmer bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 € können sich nach § 19 UStG von der Umsatzsteuer befreien lassen. Es könnte aber auch vorteilhaft sein, von der Befreiung keinen Gebrauch zu machen (z.B. wenn höhere Ausgaben anstehen). Dazu bitte einen Steuerberater befragen. Für Starter gibt es insbesondere folgende Fälle (Umsatzsteuerliche Aspekte nur für Starter, die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch nehmen):

  1. Unterstützung mittels „Freie Unterstützung“: Der Supporter erhält hierbei keinerlei Gegenleistung, als Starter darfst Du hierfür auch keine Rechnung stellen. Als Unternehmen musst Du diese Zuschüsse als Einnahmen angeben, da diese als Zweckerfüllung eines gewerblichen Zieles dienen. Sammelst Du als Privatperson Geld (§ 7 ErbStG), liegt der Freibetrag einer Schenkung hierfür bei 20.000 € (§ 16 ErbStG), danach greift eine Schenkungssteuer.
  2. Spende (ohne Gegenleistung): Um Spenden annehmen zu können musst Du als gemeinnützig auf der Plattform freigeschaltet sein, z.B. über Deinen Verein. Spenden im gemeinnützigen Bereich unterliegen keiner Ertragsteuer oder Umsatzsteuer. Bei Bedarf muss eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.
  3. (Vereins-)prämie in geringem Umfang: Beispiele hierfür wären »Gutes Karma«, »Feuchter Händedruck«, etc. Diese werden wie eine »Freie Unterstützung« gewertet und damit als eine Schenkung/Zuschuss betrachtet.
  4. Starterprämie (mit Gegenleistung – Leistungsaustausch liegt vor): Beispiele hierfür wären Sponsoringleistungen, Geld gegen Logo auf Plakate oder Vereinsheft, Tickets für Spiele usw. Die Einnahmen müssen hierbei mit 19%, ggf. 7% Umsatzsteuer. Um sicherzugehen, solltest Du einen Steuerberater hinzuziehen.
  5. Gutscheine von Dritter Seite: Die Gutscheine werden für Dich als Starter nach derzeitigem Stand wie eine »Freie Unterstützung« behandelt.